Frühjahrsempfang 2011Geschrieben von: Christine Strunck-Heines Dienstag, den 17. Mai 2011 um 21:10 Uhr Meister des Aufschwungs
Eberhardt Gienger ist Gastredner beim MIT-Frühjahrsempfang
Siegburg. Vor 16 Jahren wurde der Frühjahrsempfang der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung (MIT) Rhein-Sieg vom damaligen Kreisvorsitzenden Hans-Günter Burgwinkel gegründet. Längst ist er eine der wichtigsten politischen Veranstaltungen im Rhein-Sieg-Kreis. Groß war daher auch in diesem Jahr das Interesse. Rund 200 Besucher hatten sich im Forum des Siegburger Stadtmuseums eingefunden. Der Kreisvorsitzende der MIT Norbert Nettekoven konnte zahlreiche Vertreter aus Politik und Wirtschaft begrüßen, darunter den Bürgermeister von Siegburg Franz Huhn, die Bundestagsabgeordnete und Kreisvorsitzende der CDU Rhein-Sieg Lisa Winkelmeier-Becker, den Landtagsabgeordneten Michael Solf und Landrat Frithjof Kühn.
In ihrem Grußwort stellte Lisa Winkelmeier-Becker fest, der Empfang unterstreiche die Präsenz der MIT. Die Zielsetzung der Vereinigung – gute Rahmenbedingungen für die Wirtschaft zu schaffen – sei von allgemeiner Wichtigkeit. „Denn von wirtschaftlichem Aufschwung und Erfolg profitieren wir alle“, so Winkelmeier-Becker.
Auch Landrat Frithjof Kühn lobte das Engagement der mittelständischen Unternehmer. Den tiefgreifenden Strukturwandel nach dem Regierungsumzug habe die Region hervorragend gemeistert. Nicht zuletzt dem Elan und dem Mut der hiesigen Unternehmer sei es zu verdanken, dass die Kompensation gut gelungen sei.Über die gesellschaftliche Bedeutung von Sport und Ehrenamt referierte im Anschluss Eberhard Gienger. Der 36-fache Deutsche Meister und Weltmeister am Reck, weltbekannt auch durch den von ihm erfundenen Gienger-Salto, sitzt seit 2002 für die Christdemokraten im Bundestag. Aufgrund seiner Erfahrung und sportlichen Vergangenheit kennt er wie kein anderer den Nutzen, den ehrenamtliches Engagement im Sport für die Gesellschaft generiert.
„In Zeiten von Globalisierung und ständiger Modernisierung sind Sportvereine der Kitt der Gesellschaft“, unterstrich Gienger die Rolle der Vereine. Unsere heutige Lebensweise birgt gesundheitliche Nachteile. 20 Prozent der Kinder sind übergewichtig, ein Trend, dem entgegenzuwirken sei. „Kinder müssen so früh wie möglich zur Bewegung angeregt werden“, fordert er .Damit könnten die Gesundheitskosten im Rahmen gehalten werden. Und ganz nebenbei fördere der Sport im Verein die Integration ausländischer Mitbürger und die sozialen Kompetenzen.
Das alles ist jedoch nur möglich durch ehrenamtliches Engagement innerhalb der Vereine. Nicht zuletzt auch ein enormer wirtschaftlicher Faktor: 50 Milliarden Euro – so schätzt man –erspart das Ehrenamt dem Staat an Kosten. „Im Ausland ist man neidisch auf diese Leistung“, weiß Gienger. Für die Bundespolitik Gründe genug, auf politischer Ebene zur Stärkung des Ehrenamtes die erforderlichen Rahmenbedingungen zu schaffen.
Den für die Unternehmer wichtigen Zusammenhang zwischen Sport und Wirtschaft hob auch Norbert Nettekoven hervor.“ Mit Sport im Rahmen eines aktiven Gesundheitsmanagements tun wir nicht nur etwas Gutes für unsere Mitarbeiter, sondern werden langfristig von aktiven, gesünderen und dadurch motivierteren Mitarbeitern erheblich profitieren “,so Nettekoven.
Anmerkung der Redaktion:
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Auch Landrat Frithjof Kühn lobte das Engagement der mittelständischen Unternehmer. Den tiefgreifenden Strukturwandel nach dem Regierungsumzug habe die Region hervorragend gemeistert. Nicht zuletzt dem Elan und dem Mut der hiesigen Unternehmer sei es zu verdanken, dass die Kompensation gut gelungen sei.

